Kapitel 1 - Praxisleitfaden für SAP® CO Einführung

1. Einführung Controlling
1.1 Begriffsklärung
Der Ursprung des Begriffes Controlling lässt sich aus dem mittelalterlichen
Latein herleiten. Dort wurde die Bezeichnung „contra rolatus“ (Gegenrolle)
für eine zweite Aufzeichnung, zum Zweck der Kontrolle, für ein- und
auch ausgehende Gelder verwandt.
Daraus wurde später der Bergiff „contre rôle“ im Französichen;
der englische Sprachraum hatte als Pendant die Bezeichnung „counter roll“.
Zur nachfolgenden Bezeichnung des „Countroller“ gibt es am englischen
Königshof erste Aufzeichnungen im 15. Jahrhundert, die eine Stelle zur
Aufzeichnung über Güter- und Geldbewegungen beschreiben.
Somit ist klar, dass eine Übersetzung des Begriffes Controller mit Kontrolle
nicht ausreichend ist.
Das Controlling ist als Instrument zur Lenkung, Steuerung, Beherrschung
oder auch Regelung von Prozessen zu verstehen.
Es wird führungsunterstützend eingesetzt.
Darum versteht man unter Controlling heute die betriebswirtschaftliche
Unterstützung bei der Planung, Steuerung und Kontrolle von Organisationen,
Prozessen oder Projekten. Die Bereitstellung der zugehörigen Informationen
ist ein wesentlicher Bestandteil dieses Bereiches.
Letztlich geht es im Controlling darum, die Wirtschaftlichkeit in allen
betrieblichen Bereichen unter Einbeziehung von Querschnitts- und Koordinationsfunktionen  zu gewährleisten.
Zusammenfassend kann man die wesentlichen charakteristischen
Merkmale der Kosten-Leistungs-Rechnung, die neben der
Finanz- und Investitionsrechnung den Hauptbestandteil des
internen Rechnungswesens repräsentiert, wie folgt darstellen:

1.    Es existieren keine gesetzlichen Vorschriften.
2.    Es besteht keine Veröffentlichungspflicht der Zahlen und Daten.
3.    Die innerbetrieblichen Vorgänge sollen abgebildet werden.
4.    Es soll eine wert- und mengenmäßige Erfassung von Kosten und
        Leistungen erfolgen.
5.    Es dient als Instrument der Wirtschaftlichkeitskontrolle.
6.    Es dient als Instrument der Preisbildung.

! Ergänzender Hinweis:
Während für die Finanzbuchhaltung im IKR von 1970
(Abschlussgliederungsprinzip – Zweikreissystem) beispielsweise
die Kontenklassen 0-8 eingerichtet sind, wird die Betriebsbuchhaltung
in der Kontenklasse 9 (KLR) abgebildet.
Im GKR von 1953 findet das Prozessgliederungsprinzip
(z.B. Beschaffung, Lager, Produktion) Anwendung.
Die Kosten- und Leistungsrechnung wird direkt in die Buchungsabläufe
integriert (Einkreissystem).

Weiterzulesen im Anhang.
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Praxisleitfaden_fuer_SAP_CO_Leseprobe.pdf 37.02 KB