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SAP R/3® im Kontext der Ordnungsmäßigkeitsanforderungen oder woraus resultieren Ordnungsmäßigkeitsanforderungen im SAP R/3®-Umfeld für die Prüfung?
Bei SAP R/3® handelt es sich um eine Software, die auch gerne als ERP System bezeichnet wird.
ERP steht dabei für Enterprise Resource Planning, was soviel bedeutet dass unter anderem die unternehmenseigenen Produktionsfaktoren wie beispielsweise Mensch und Betriebsmittel in eine planvoll organisierte Wirtschaftseinheit effizient integriert werden.
Dies soll unter zu Hilfenahme einer Software geschehen, die die beteiligten Geschäftsprozesse integrativ abbildet und somit sämtliche Ressourcen unternehmensweit verwaltet. Unternehmensbereiche, die durch eine ERP Software abgebildet werden können, sind unter anderem
Wie Ihnen bekannt ist, wurde der Finanzbehörde das Recht eingeräumt, die mit Hilfe eines Datenverarbeitungssystems erstellte Buchführung des Steuerpflichtigen durch entsprechenden Datenzugriff zu prüfen. Diese neue Prüfungsmethode trat neben die Möglichkeit der herkömmlichen Prüfung.

Das Recht auf Datenzugriff steht der Finanzbehörde
nur im Rahmen steuerlicher Außenprüfungen zu.
Im BMF- Schreiben vom 16.07.01 - IV D 2 - S 0316 - 136/01 werden die
Grundsätze für die Anwendung der Regelungen zum Datenzugriff und zur Prüfbarkeit digitaler Unterlagen (GDPDU, § 146 Abs. 5, § 147 Abs. 2, 5, 6,
Warum prüfe ich das Kreditmanagement des Moduls FI?

Der Einsatz des Kreditmanagements ist optional.
Das Kreditmanagement dient im Wesentlichen als
Kontrollinstrument zur Überwachung von Debitoren-Forderungen.
Dieses Kontrollinstrument ist natürlich an die Unternehmenserfordernisse
zu adaptieren.
Aus diesem Grund ist die Prüfung maßgeblich darauf ausgerichtet,
Abweichungen von den Unternehmensvorgaben aufzudecken
und auf eine adäquate Übereinstimmung hinzuwirken.
Das Belegprinzip
Bei einem Buchhaltungsbeleg handelt es sich um den Nachweis einer Buchung in der Finanzbuchhaltung.
Man unterscheidet Originalbelege und EDV-Belege.
Originalbelege sind zum Beispiel:
• Quittungen
• Rechnungen
• Schecks
• Bankauszüge

EDV-Belege sind zum Beispiel:
• Buchhaltungsbelege
• Musterbelege
• Dauerbuchungsbelege

Der Buchhaltungsbeleg bildet den Originalbeleg im System ab.
Alle weiteren EDV-Belege dienen als Erfassungshilfen.
Stammdaten in der Finanzbuchhaltung
Geschäftsvorfälle werden auf Konten gebucht und über Konten verwaltet.
Zu jedem Konto, das Sie benötigen, müssen Sie einen Stammsatz anlegen.
Dieser enthält Informationen, die das Erfassen von Geschäftsvorfällen auf das Konto und das Verarbeiten der Daten steuern.
Im Einzelnen werden Ihre Angaben im Stammsatz vom System benutzt:

• als Vorschlagswerte beim Buchen auf das Konto.

Es werden zum Beispiel die Zahlungsbedingungen
aus dem Stammsatz beim Buchen als Vorschlagswerte
Warum prüfe ich das Modul FI?
Grundsätzlich leitet sich eine Prüfung des SAP® Systems, speziell des Moduls FI, aus den gesetzlichen Grundlagen ab.
Mit der Einführung des Handelsrechts anno 1886 wurden bereits die ersten GoB definiert.
Anlässlich der EG-Harmonisierung, im Jahre 1985, erfolgte die gesetzliche Verankerung der Rechnungslegungsvorschriften. Im Zuge der Adaption an die Entwicklung der Informationssysteme wurden 1995 die Grundsätze ordnungsmäßiger Speicherbuchführung (GoS) veröffentlicht, bei denen
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